Stand: 28.082020

Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines Regelbetriebs und zur Prävention von Ausbrüchen
und Eindämmung des Corona-Virus an Schulen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Ausbilderinnen und Ausbilder,
liebe Erziehungsberechtigte,

das Ziel der Senatorin für Kinder und Bildung ist es, allen Schülerinnen und Schülern im Land
Bremen auch unter den zurzeit schwierigen Bedingungen ein höchstes Maß an Bildung zukommen
zu lassen. Gleichzeitig muss der Gesundheitsschutz soweit wie möglich gewährleitstet
werden. Das Schuljahr soll unter annähernd regulären Bedingungen stattfinden. Hierbei wird
eine sogenannte Kohorte als feste Bezugsgruppe benannt. Das kann zum Beispiel ein Jahrgang
eines Bildungsgangs sein. Die Kohorte soll sich möglichst nicht mit anderen Schülergruppen
(Kohorten) vermischen. Außerdem müssen weiterhin die üblichen Hygieneregeln beachtet
werden. Dabei ist für eine regelmäßige und ausreichende Durchlüftung zu sorgen.
Ich bitte um Beachtung, dass für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in bestimmten
Bereichen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben ist. Bitte sorgen
Sie dafür, dass Auszubildende und Schülerinnen und Schüler einen solchen Schutz mit
zur Schule nehmen.
Wenn die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden, ist das Tragen einer Alltagsmaske ebenfalls
Pflicht. Bitte prüfen Sie, ob alternative Verkehrsmittel genutzt werden können. Dies
minimiert das Ansteckungsrisiko.
Je nach Infektionsgeschehen und der Situation der Schule werden in Abstimmung des örtlichen
Gesundheitsamtes mit der Senatorin für Kinder und Bildung und der jeweiligen Schulleitung
weitere Maßnahmen festgelegt. Dies geschieht in einzelnen Reaktionsstufen, jeweils unter Beachtung
der Verhältnismäßigkeit des Rechtes auf Bildung und des Schutzes der Gesundheit.
Dabei soll die komplette Schließung einer Schule möglichst vermieden werden.
Diese Reaktionsstufen haben die Schülerinnen und Schüler der berufsbildenden Schulen bereits
bei der Öffnung der Schulen nach dem Lockdown kennengelernt: Unterricht ausschließlich
in festen Gruppen, ggf. auch nur in Kleingruppen und verschärfte Einhaltung des Mindestabstandes
und weiterer Schutzmaßnamen.
Eine kurzeitige Quarantäne für Schülergruppen bzw. Beschäftigte bei akut auftretenden Einzelfällen
ist durch eine Prozessbeschreibung des Gesundheitsamtes geregelt. Wenn in der Kohorte
ein Schüler/ eine Schülerin positiv auf den Corona-Virus getestet wird, werden unverzüglich
auch alle anderen Schülerinnen und Schüler in der Kohorte getestet.
Mit den Reaktionsstufen kann die Schule auch Phasen von Distanzlernen festlegen: Beachten
Sie bitte, dass ab dem neuen Schuljahr Distanz- bzw. digitales Lernen verbindlich ist und dies
zeitlich und räumlich abgebildet werden muss.
Je nach wissenschaftlichem Kenntnisstand und tatsächlichen Erfahrungen werden – bei allem
Wunsch nach Verlässlichkeit – viele Details laufend angepasst werden müssen. Dies geschieht
in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, dem Krisenstab des Landes Bremen, den
Fachverbänden und in Gesprächen mit der zentralen Elternvertretung. Um eine Veränderung
des Infektionsgeschehens zu erfassen, wird ein bewährtes Testverfahren des Robert-Koch-Instituts
in den Praxen der Kinder-und Jugendärzte erheblich ausgeweitet.
Die anliegende Orientierungshilfe bei Erkrankung soll Ihnen helfen, besser einschätzen zu können,
wann Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben müssen oder zur Schule gehen können.
Bitte beachten Sie weiterhin die üblichen Hygieneregeln. Stellen Sie bitte außerdem sicher,
dass der Schule immer Ihre aktuellen Kontaktdaten und Ihre Telefonnummer vorliegen.
Für Rückfragen steht Ihnen die Bildungsgang- oder Fachbereichsleitung, die Schulleitung oder
die Schulaufsicht zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Ina Mausolf
stellvertretende Leiterin
der Abteilung schulische Bildung, Aus- und Weiterbildung