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Helsinki 2024

Lächle einfach und gehe mutig voran, alles wird gut!

Ich habe einmal einen Satz wie diesen gelesen: Bleib einfach ruhig, lächle und lebe wie ein Finne! Aber was bedeutet es, wie ein Finne zu leben? Ich war immer neugierig darauf, bis ich es selbst erlebt habe. Ein einmonatiges Praktikum hier in Helsinki hat mir viele äußerst interessante und unvergessliche Erlebnisse beschert.

Mein erster Eindruck

Finnland hat mich mit einem verschneiten Tag begrüßt. Alles ist mit weißem Schnee bedeckt, was diesen Ort wirklich magisch macht, wie in einem Traum! Ich fand es ein tolles Willkommensgeschenk und dachte mir: Ein glücklicher Monat in dem glücklichsten Land der Welt, warum nicht?

Mein erster Eindruck von Finnland war das ständige Lächeln auf allen Gesichtern. Sie haben den Schneefall geguckt, Musik gehört oder einfach miteinander unterhalt. Nicht viele Menschen waren nur mit ihren Handy in der Hand beschäftigt. Es gab plötzlich etwas sehr Friedliches, das sich in jeden Moment eingeschlichen und auch mich unbewusst zum Lächeln gebracht hat.

Ein völlig anderes Praktikum!

Ursprünglich hatte ich schon eine Praktikumsstelle bei einer Einrichtung in Bremen. Wenn ich hier ein Praktikum gemacht hätte, würde wahrscheinlich alles ganz normal laufen. Allerdings dachte ich, dass ich die Gelegenheit, ein Praktikum in Finnland zu absolvieren, vielleicht nur einmal in meinem Leben bekomme, und ich wollte sie mir natürlich nicht entgehen lassen. Dank dessen hatte ich ein äußerst unvergessliches Praktikum in meinem Leben. Es ist definitiv etwas, was ich nie bereuen werde.

Viertokotie ist die Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen, etwa 3 km vom Stadtzentrum Helsinki entfernt. Die Bewohner hier sind sehr freundlich und lächeln mich oft an. Jeden Tag habe ich meinen Kollegen gefolgt, um den Bewohnern Medikamente zu verabreichen, sie mit Mahlzeiten zu unterstützen und manchmal mit ihnen zum Arzt zu gehen, Medikamente zu kaufen, einzukaufen usw. Wenn ich nichts zu tun hatte, habe ich oft die Gelegenheit genutzt, mehr Informationen über Medikamente für Menschen mit psychischen Erkrankungen von den Kollegen zu informieren oder mit Bewohnern zu unterhalten. Auch die Kollegen hier sind sehr wunderbar. Sie haben sich oft um mich gekümmert und viele interessante Dinge vorgeschlagen, die ich in Finnland erkunden konnte. Während der Arbeit haben sie auch versucht, mir alles zu erklären und mich so gut wie möglich anzuleiten. Dafür bin ich immer sehr dankbar.

Ich kann kein Finnisch und das hat alles viel schwieriger gemacht. Aber dank der Freundlichkeit und Offenheit der Finnen konnten wir uns trotzdem verständigen und verstehen. Wir haben hauptsächlich auf Englisch kommuniziert, einige Bewohner können auch ein bisschen Deutsch. Ich habe sie auch gebeten, mir einige finnische grundlegende Kommunikationssätze beizubringen. Dann habe ich sie jeden Morgen begrüßt und ihnen einen schönen Tag auf Finnisch gewünscht. Sie haben mir überraschte Blicke und ein süßes Lächeln zurückgeworfen. Sie haben sogar gescherzt, dass sie dank mir direkt zu Hause einen Englischkurs hatten.

Bist du bereits für Wunder?

Finnland ist unbedingt ein magisches Land und natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, dieses wunderschöne Land zu erkunden. In meinen Augen ist Helsinki eine geschäftige, aber nicht laute Stadt – ein Ort, der noch immer seine eigenen antiken und ruhigen Merkmale bewahrt hat. Etwa eine Autostunde vom Zentrum Helsinkis entfernt liegt Porvoo – ein kleines altes Dorf mit auffälligen roten Dächern, eingebettet an einem romantischen Fluss. Während ich hier war, kam es mir so vor, als wäre die Zeit langsamer geworden, gerade rechtzeitig, damit die Menschen eine Tasse heißen Tee genießen und erkennen konnten, wie schön das Leben ist.

Ich denke auch, jeder sollte einmal in seinem Leben nach Lappland reisen, um die Wunder zu sehen, die es immer gibt. Hier habe ich den Weihnachtsmann getroffen! Genau, der Weihnachtsmann im April! Der hat sanft gelächelt und mich umarmt! Dort konnte ich auch das entzückende Rentier streicheln. Die Kälte von minus 18 Grad hat mich zittern gelassen, aber mein Herz war so voller Glück, dass ich das Gefühl hatte, wie in einem Traum zu leben.

Was nehme ich für meine Zukunft mit?

Ein Monat ist nicht allzu lang, reicht aber aus, um mich erwachsen zu machen und mehr Motivation und Selbstvertrauen für den von mir gewählten Beruf als Heilerziehungspfleger zu gewinnen. Mir wurde klar, dass wir, egal wer wir sind, woher wir kommen und wie wir leben, alle gleich sind: alle unvollkommene Menschen – aber einzigartige Versionen!

Was mich aber vor allem am meisten stolz und glücklich gemacht hat, dass ich alle meine
Ängste überwunden und diese wertvolle Praktikumsmöglichkeit mutig angenommen habe. Ich hätte nie gedacht, dass ich die perfekte Kandidatin für diese Praktikumsstelle in Finnland bin. Ich hatte auch nicht viel Zeit, mich vorzubereiten. Aber manchmal müssen wir einfach weitermachen, die Gelegenheit nutzen und unser Bestes geben, auch wenn wir das Gefühl haben, noch nicht bereit zu sein. Glaube daran, dass gute Dinge uns folgen werden.

Die Finnen, die ich getroffen habe, haben mir gezeigt, dass wir glücklich leben und alles akzeptieren sollten, was das Leben uns gibt. Wenn alles zu schwierig ist, lächle einfach, gehe mutig voran, alles wird gut! Und ich habe mich entschieden, genau so zu leben.