Ein gemeinsames Projekt von Schüler:innen der FOS 25.1. am Schulzentrum Blumenthal, der Künstler:innen Katrin Bretschneider und Eike Buff, organisiert von Lehrerin Dr. Christina Inthoff, hat zum Ende des Schuljahres dem Kollegium des Noch-Schulzentrums Blumenthal – ab dem 1. August sind wir die Betty Gleim Schule – „Wolle auf die Ohren“ gegeben. Ein gelungenes Rundum-Erlebnis.
Schüler:innen, Künstler:innen, Lehrer:innen, Sponsoren und geladene Gäste – es war eine große Gruppe, die sich vor der Sortierhalle auf dem Wollkämmerei-Gelände traf und Kopfhörer bekam. Der Treffpunkt war nicht zufällig, denn dort soll in rund einem Jahr das Schulleben der zukünftigen Betty Gleim Schule stattfinden. Dieser Zukunft setzt das Projekt „Wolle auf den Ohren“ die Vergangenheit des Geländes entgegen. Unter der künstlerischen Leitung von Katrin Bretschneider haben Schüler:innen der Klasse FOS 25.1. dem Gelände, den Werkhallen und den Menschen, die dort seit dem vorvorigen Jahrhundert und bis in unsere „nuller“ Jahre tätig waren, Geschichte(n) gegeben und dafür ihre Stimmen geliehen. Man wird zu besonderen Orten, wie etwa der Fliegerhalle und einem Aufzug geguided, während die angenehmen Stimmen der beteiligten Schüler:innen die Geschichten zur Geschichte erzählen oder aber Erläuterungen geben. Auf einer „Zeitstrahl“ genannten Strecke wird zu angenehmer Musik gegangen – und verharrt, während in Jahrzehnte eingeteilt, die Entwicklung des Geländes anschaulich dargestellt wird. Es ist nicht nur die Geschichte des Geländes, sondern auch die der Wolle – von der mit Schiffen gelieferten, unbehandelten Rohwolle, die hier gewaschen, gekämmt, sortiert und wiederum versendet wird. Darum: „Wolle auf den Ohren.“
Das gelungene Sound-Design erstellte Eike Buff. Besonders authentisch: Einer der anwesenden Lehrer Torsten Märkl erzählt von seiner eigenen Arbeitserfahrung auf dem Gelände und die Großmutter von Dr. Christina Inthoff, die hier gearbeitet hatte, ist als „O-Ton“ verewigt. Und sogar eine mit „Pionierpflanzen“ bewachsene Wiese, ein Übergang zwischen vorheriger und zukünftiger Bebauung, hat eine Geschichte zu erzählen.
Am Ende haben alle das Gefühl, dem zukünftigen Schulstandort im Kämmerei Quartier in besonders angenehmer Weise ein wenig näher gekommen zu sein.