Einmal im Jahr gehen Schulklassen vom Schulzentrum Blumenthal in den Lesumer Seilgarten. Aber für die Schüler aus den einjährigen Vorkursen ist es neu. Auch die Lehrerinnen, die die Schülerinnen und Schüler aus drei Klassen begleiten, staunen – und machen schließlich begeistert mit. Dieser Besuch hätte schon letztes Jahr im Herbst stattfinden sollen, wurde aber wegen Sturmwarnung kurzfristig abgesagt. Das entspricht dem Sicherheitskonzept des Seilgartens – Risiken werden nicht eingegangen. Aber da die Gelder – gefördert werden die Besuche im Seilgarten vom Programm „Wohnen in Nachbarschaften“ – schon geflossen waren, gehen wir jetzt im Mai. Und es hat sich wieder gelohnt.
Die Guides heißen heute Ulli und Josias, ein Rentner und ein Student, und sie sind ein gutes Team. Entspannt empfangen sie uns unter hohen Buchen, weisen uns ein in die Kletterausrüstung und schon geht es los. Als Gruppe auf einem etwa Meter hohen Seil zu balancieren, funktioniert nur mit Arbeitsteilung: Die einen balancieren, die anderen halten gegen. Und darum geht es hier: Spaß haben, sich des Teams bewusst sein, zusammenarbeiten, unterstützen und kommunizieren. Und das klappt. Die nächste Station ist herausfordernder, denn es wird gemeinsam mit Seilen nicht nur ein Kletterbaum von 12 Metern Höhe aufgerichtet. Während einzelne Teilnehmer an ihm hochklettern, wird er nur über dicke Seile von allen in der Mitte gehalten. Also mittig und möglichst ruhig, denn die Kletternden sollen sich schließlich auf die zwölf Meter hohe Spitze setzen – das erfordert nicht nur Mut, sondern Vertrauen. So auch beim Drahtseilakt, der es in etwa zwölf Metern Höhe in sich hat: Zwei klettern von zwei Seiten hoch und bewegen sich dann gemeinsam auf einem dünnen Seil bis zum nächsten Baum. Wow!
Das ist das Prinzip im Seilgarten: Alle helfen, dass Einzelne die Stationen erklettern können und fangen sie am Ende auch wieder auf. Ein Riesenspaß. Nicht zuletzt bei der Riesenschaukel, wo man auf 18 Meter Höhe hochgezogen wird und dann, wie beim Fallschirmsprung, selbst die „Reißleine“ zieht, und ab geht’s, im freien Fall in die Tiefe.
Auch wenn unsere Guides uns erklärt und gezeigt haben, dass tatsächlich niemand wirklich abstürzen kann, weil alles perfekt gesichert ist – sehr viel Bauchkribbeln ist hier inklusive.
Die fortwährende gegenseitige Unterstützung führte – bei lautem Gelächter – zu viel Austausch und einer Durchmischung der Gruppen. Sogar schüchterne Schüler haben sich hier getraut…. Was für ein gelungener Tag im Seilgarten in Lesum.
Finanziert wird dieses Team-Building vom Programm „Wohnen in Nachbarschaften“, welches die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung fördert. Eine gut angelegte Förderung, denn die hier erworbenen Kompetenzen sind unbezahlbare Schlüsselqualifikationen für die berufliche Ausbildung und den späteren Berufsalltag.
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